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Forum für Klein- und Privatbahnen

Brokser Markt-Verkehr 2011 (Bilder)
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Claas 
Brokser Markt-Verkehr 2011 (Bilder)

Moin liebe Forengemeinde.

Der Brokser Markt ist schon an sich eines der jährlichen Highlights der Region und für Eisenbahnfreundinnen und -freunde kommt als interessantes Beiwerk noch der jährliche Personenverkehr auf der Schiene hinzu. Zu keiner anderen Zeit des Jahres lässt sich ein derart ausgedehnter Planverkehr zwischen Syke und Eystrup erleben.

Am Sonntag vor Eröffnung des Marktes verkehrte noch der reguläre Kaffkieker mit dem T3. Die bei der Durchfahrt über das bereits besetzte Marktgelände spannende Frage, "passt es noch, oder passt es nicht?" konnte auch dieses Jahr wieder ganz knapp bejaht werden, wenn auch das Imponiergehabe der schon mal aufgestellten Toilettenhäuschen mit seinem Blechbaldachin den T3 beinahe einen Außenspiegel gekostet hätte.



Wie jedes Jahr kam es auch 2011 wieder zu ungewöhnlichen, weil -auch das mittlerweile Tradition- ungeplanten Konstellationen auf der Strecke der VGH. Ursprünglich war der Einsatz zweier 628er der EVB geplant, welche aber aufgrund eines nicht rechtzeitig beendeten Achstausches einerseits und eines Bahnübergang-Unfalles andererseits kurzfristig nicht mehr zur Verfügung standen. Auf dem Abschnitt zwischen Bruchhausen und Syke verkehrte deshalb ersatzweise ein LINT der EVB (siehe Beitrag mit Bild von Carsten Kathmann). Für den Verkehr zwischen Bruchhausen und Eystrup tat man kurzerhand einen Griff in die Vorratskammer des Hoyaer Lokschuppens und holte den T2 mit Steuerwagen hervor.



Das Gespann wurde an mehreren Tagen vor dem Marktbeginn bereits für den Einsatz vorbereitet und doch begannen noch am Freitag die Probleme. Die Bremsanlage des Steuerwagens arbeitete eifriger als erwünscht und als auch noch ein Motor des T2 immer wieder ausfiel, musste eine Alternative ersonnen werden. In Hoya wurde eine Köf III der MWB als Schiebelok beigestellt, welche als "Außenbordmotor" für den T2 mit Steuerwagen diente. Die prägnanteste Herausforderung für den nachschiebenden Lokführer bestand in seiner Aufgabe, den um die vorgerückte Uhrzeit bereits in loser Folge, aber zunehmend hoher Frequenz aus den Fenstern und somit an seinem Kopf vorbeifliegenden leeren Bier- und Spirituosenflaschen auszuweichen.





Nachdem das zunächst heillos scheinende Chaos des Freitags überwunden war, etablierte sich als stabile Einheit die Doppeltraktion aus T2 und T3. Die Filter des streikenden T2-Motors wurden zuvor noch von der VGH-Werkstatt gereinigt und so verlief das Wochenende vergleichsweise friedlich.



Am Samstagabend wurde der Verstärkerzug aus der V22, dem T1-Beiwagen, dem T2-Steuerwagen und der am Schluss laufenden MWB-Köf III gebildet. Diese Konstellation dürfte wohl als die innovativste des diesjährigen Marktverkehrs gelten, und so kam auch gleich die V22, eine MaK G763C, zu ihrem ersten Personenzugeinsatz bei den VGH. So leer wie an diesem Samstag ist der Hoyaer Lokschuppen selten.



Auch gab es wie jedes Jahr zum Glück wieder genug zu trinken bei den an- und abreisenden Marktbesuchern und -besucherinnen.



Während am Sonntag wieder das bewährte T2+T3-Duo unterwegs war, fuhr am Montag der T3 solo zwischen Eystrup und Bruchhausen Marktplatz.







Trotz der anfänglichen schienenanarchistischen Zustände kann der diesjährige Marktverkehr dank des engagierten Personals und der sehr vielen per Zug an- und abreisenden Fahrgäste sicher als Erfolg gelten. Ein wenig Stress, Hektik und Improvisation war dabei, insgesamt war´s aber ein schönes verlängertes Wochenende.

Zum Schluss zeigt noch ein Blick in die digitale Besenkammer der damals noch analogen Bilder, wie Marktverkehr vor einigen Jahren ging.






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