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Forum für Klein- und Privatbahnen

Beförderungsbedingungen für Schmalspurbahnen Link zu DSO
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10.11.11 07:39
Nanning 
Beförderungsbedingungen für Schmalspurbahnen Link zu DSO

Moin zusammen,

bei DSO gibt es einen interesannten Beitrag zu den Beförderungsbedingungen für
Schmalspurbahnen in den 60 ern.
Auf Seite 3 ist hierbei auch der Übergang von Rollfahrzeugen auf die
Hoyaer Eisenbahn nach den Bahnhöfen Heiligenberg und Asendorf geregelt.

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,5629212

10.11.11 10:50
Forscher 

Re: Befrderungsbedingungen fr Schmalspurbahnen Link zu DSO

Interessant, wie hat die HOYAER EISENBAHN (!!) denn Rollverkehr nach Heiligenberg und Asendorf durchgeführt? Das wäre für sie eigentlich nur auf Culemeier Strassenroller machbar gewesen. Das Monopol zum Schienengüterverkehr nach Asendorf hatte die HSA, HOYA SYKE ASENDORFER Eisenbahn.
Gruß
Forscher

10.11.11 11:19
Regine 
Re: Befrderungsbedingungen fr Schmalspurbahnen Link zu DSO

Hallo Nanning,

da hast du ja was Schönes "ausgegraben" - das muß ja eigentlich ein Anhang zur RollVO sein, oder etwas in der Art?!? Auf jeden Fall interessant!

Hallo Forscher,

tja, auch "Paragraphenreiter"(deren Feder ich das mal zuordnen würde) kennen sich in niedersächsischen Landen eben nicht so aus - aber immerhin ist die Zuordnung zur Schmalspur dann doch eindeutig (und jede/r weiß, welche schöne Bahn gemeint ist) ...

Viele Grüße, Regine

10.11.11 16:41
Nanning 
Re: Befrderungsbedingungen fr Schmalspurbahnen Link zu DSO

Moin Forscher,

da hätte die Bahngesellschaft doch in Anführungsstriche setzen sollen.

Schau doch mal im Archiv nach wo eigentlich der Übergabepunkt
DB Privatbahn für Wagenübergänge in den 60ern war.
Meine Vermutung ist das Wagen mit dem Ziel Asendorf und Heiligenberg
über Eystrup übergeben wurden.
Naja und die Namensänderungen dauern bei Bürokraten ja meist länger.

Villeicht kann Christian, ja auch zur Aufklärung beitragen.

10.11.11 19:55
Christian 

Moderator

Re: Befrderungsbedingungen fr Schmalspurbahnen Link zu DSO

Die Schienenwelt ist nicht so einfach, wie man meinen könnte. Mit der Fusion der HSA und HEG zur VGH im Jahr 1963 war nur noch ein Vertragspartner mit der Bundesbahn nötig. Korrekterweise wäre das jetzt die VGH gewesen, aber man ließ die mit der Hoyaer Eisenbahn bestehenden Verträge einfach weiterlaufen und wickelte alles über die Hoyaer Eisenbahn ab, während die HSA von der Bildfläche verschwand.

Meines Wissens wurden erst in den 1990er Jahren neue Verträge zwischen DB und VGH geschlossen, solange lief der Übergangsverkehr unter der Bezeichnung Hoyaer Eisenbahn, also auch von 1963 bis 1971 der Verkehr von und nach Heiligenberg und Asendorf, soweit er über Syke oder Eystrup auf die DB überging.

Damit haben wir den Zeitraum des Dokumentes auch schon genau eingegrenzt.

______________

Viele Grüße,

Christian

10.11.11 21:09
Andreas_Schulz 

Re: Befrderungsbedingungen fr Schmalspurbahnen Link zu DSO

> Meines Wissens wurden erst in den 1990er Jahren neue Verträge zwischen DB und VGH geschlossen,
> solange lief der Übergangsverkehr unter der Bezeichnung Hoyaer Eisenbahn, (...)

Das ist korrekt. Bis in die 90er tauchte in allen NE-Blättern (also die Tarifwerke für den Wechselverkehr) die Bezeichnung "Hoyaer Eisenbahn" auf. So weit ich mich erinnere, mal mit dem Kürzel VGH, aber auch mal mit dem Kürzel "Hoy". Selbst innerbetriebliche Werke hießen bis in die 90er z.B. "Sammlung betrieblicher Vorschriften (SbV) für die Hoyaer Eisenbahn".

10.11.11 21:21
Christian 

Moderator

Re: Befrderungsbedingungen fr Schmalspurbahnen Link zu DSO

Ich hatte gehofft, dass Du es noch etwas genauer weißt, danke.

Seinerzeit hatte ich Herrn Leder mal nach dem Grund gefragt. Er sagte mir, jedes mal wenn er sich bei der Bundesbahn mit "Verkehrsbetriebe..." vorstellte wurde er für einen Straßenbahner gehalten und nicht für voll genommen. Daher führte er die bekannte Bezeichnung Hoyaer Eisenbahn im Verkehr mit der Bundesbahn weiter und wurde auch ernst genommen. (Das war übrigens auch der Grund für die Umbenennung der Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf in Hoya-Syke-Asendorfer Eisenbahn)

Die VGH als Rechtsnachfolger der HEG bekam somit auch lange Zeit noch Abrechnungen, die an die Hoyaer Eisenbahn adressiert waren.
_______________

Viele Grüße,

Christian

11.11.11 15:50
Martin_Kilb 

Re: Befrderungsbedingungen fr Schmalspurbahnen Link zu DSO

Höchst interessant!

Angesichts einiger genannter Randbedingungen nehme ich aber an, daß der Datenstand dieses amtlichen Druckwerkes um 1962, jedenfalls nach 1958 liegt.
Bemerkenswert (aber bekannt) ist, daß die GKB den Tarifpunkt Tüddern nach wie vor bediente, obwohl er seit 1948 nicht mehr auf der Schiene erreichbar war. Eventuell ist das Werk auch erst nach Rückgabe des Selfkantgebietes an die Bundesrepublik Deutschland entstanden, also nach dem 1.8.1963, womit Wehr, Süsterseel und Tüddern wieder ohne Grenzformalitäten erreichbar waren. Der Tarifpunkt Tüddern bestand übrigens bis zum Ende des Stückgutverkehrs, aber aufgerollt wurden die Wagen dennoch bis 1974 innerhalb des Bahnhofs Geilenkirchen für den kurzen Weg bis zur Laderampe.

Ähnliche Vermerke bei z.B. der MEG und der NKAG lassen vermuten, daß auch dort die Umladung auf den Straßengüterverkehr zumindest fallweise erst schmalspurseitig erfolgte.

Schade, daß in dem Scan einige Teile fehlen.

Gruß Martin

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