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Forum für Klein- und Privatbahnen

Wintermärchen 2. Teil
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01.01.09 22:43
harfe 

Wintermärchen 2. Teil

Als es noch so richtig Winter war in Deutschland

Wir sind unterwegs mit dem T 121 der DHE zu einer Kohl- und Pinkelfahrt im Winter 1983 oder 1984:

Nun, wir schafften das Umsetzmanöver, natürlich nach entsprechender Feinarbeit an den Weichen und fuhren im Umsetzgleis an den VB vorbei, die nächste Weiche war ein Klacks durch irgendeine glückliche Fügung war hier nur eine minimale Schneedecke. Ich ließ den VT an mir vorbeifahren doch was war das? Hatten wir jetzt einen Dampftriebwagen??? An einem Ventil an der Längsseite des Triebwagens strömten fleißig Dampfschwaden heraus
Was war geschehen??? Ich hatte erwähnt, daß die Heizung des Triebwagens einen Warmwasserkreislauf innerhalb des Fahrzeuges erhitzte, durch unsere ungeübte Heizertätigkeit in Harpstedt (wir meinten es wirklich sehr gut), war das Wasser mittlerweile in einen anderen Aggregatzustand übergegangen. Auch das noch! Also, Feuer löschen und Wasser/Dampf abkühlen lassen, dann wieder neues Feuer anzünden, vorher jedoch die heiße Glut herausreißen. Was solls, wir hatten sowieso schon Verspätung

Glücklich nahmen wir dann auch unsere Fahrgäste an Bord, die geduldig in der Kälte gewartet hatten, und nun gerne in die vorgeheizten Wagen einstiegen. Sie hatten sich jedoch aufgrund der mitgebrachten Marschverpflegung schon innerlich erwärmt und waren guter Laune.

Die Fahrt zurück nach Harpstedt ging dann auch gut vonstatten. Die Spurrillen waren ja jetzt frei, nur die Steigung den KIrchseelter Berg hinauf zwischen Kirchseelte und Gr. Ippener nahm der Triebwagen, aufgrund rutschiger Schienen, sehr unwillig und nur unter Zuhilfenahme einiger dosierter Sandzugaben.

Die Fahrgäste stiegen samt und sonders in Dünsen aus, marschierten durch den Wald und wir fuhren bis nach Harpstedt zurück. Die Beiwagen kamen wieder in die Umfahrung am Bw, um dort Batterieladung zu erhalten, der Triebwagen kam in den warmen Schuppen und wir gönnten uns erst einmal einen heißen Kaffee denn wir beide waren durchfroren und unleidig. Die nächsten Winterfahrten bei Schnee und Eis waren wir jedoch besser vorbereitet.

Solche Erinnerungen kommen mir bei diesem wunderschönen Rauhreifwetter, welches gestern meine nordwestdeutsche Heimat beherrschte. Die Zeit damals war auch schön, auch wenn wir nur einen Triebwagenzug betrieben.
Vielleicht kann ja einer der Forenteilnehmer meine Erzählung mit Fotos ausschmücken (Rüdiger, wie wäre es?)

Ich nutze diese Story, um allen Teilnehmern dieses Forums ein gutes, erfolgreiches, aufregendes, glückliches und vor allen Dingen gesundes Neues Jahr zu wünschen!

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... das machen wir pur!

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