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Forum für Klein- und Privatbahnen

Denkmallok der NKAG
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Edgar

nicht registriert

Denkmallok der NKAG

Hallo,
in Nastätten/Taunus rottet Lok 16 II der früheren Nassauischen Kleinbahn AG ungeschützt im Freien vor sich hin.
Hat von Euch jemand Erfahrung darin, was man tun kann, damit die Lok mittelfristig ein Dach über dem Kessel bekommen kann? Ich schätze mal, eine weitergehende Aufarbeitung ist nach all den Jahren im Freien sowieso nicht mehr möglich.
Gruß
Jürg


Edgar

nicht registriert

Re: Denkmallok der NKAG

Zitat:



Hallo,
in Nastätten/Taunus rottet Lok 16 II der früheren Nassauischen Kleinbahn AG ungeschützt im Freien an der Umgehungsstraße vor sich hin.
Mein Schwiegervater hat mir gesagt, dass sie, bevor sie 1983 oder 1984 aufgestellt wurde, von Grund auf gestrichen wurde und seitdem sich nicht mehr viel an ihr getan hätte. Vorher war sie rd. 20 Jahre, nach Stilllegung der NKAG, irgendwo abgestellt.
Die Fotos zeigen, dass sie in einem schlechten Zustand ist: An mehren Stellen ist die Farbe abgeplatzt und große Rostflecken erscheinen darunter:







Ich werde mal die Stadt Nastätten anschreiben und vorschlagen, dass sie zumindest ein schützendes Dach erhält. An eine weitergehende (betriebsfähige) Aufarbeitung ist nach all den Jahren im Freien wohl sowieso nicht mehr zu denken..
Gruß
Jürg



hillylem 

Re: Denkmallok der NKAG

Bei Drehscheibe online sind auch ein paar Fotos vom inneren der Lok zu finden:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?108,3477639

Wird mittlerweile wohl noch schlimmer aussehen


Edgar

nicht registriert

Re: Denkmallok der NKAG

Nun ja, die Fotos sind von gestern.
Gruß
Jürg


Steppenpferd 
Re: Denkmallok der NKAG

Hallo, ich habe mich heute erst angemeldet, aber

Ich muss dir recht geben, deshalb direkt in die Vollen.
Wir haben eine IG Gegründet und haben uns als letztes und höchstes Ziel gesetzt, ein Teilstück ab Zollhaus bis Allendorf wieder instantzusetzen und als Museumsbahn zu Reaktivieren.
Dabei kahm auch der Gedanke auf, die Lok 2 vom sockel zu holen und in einer Halle in zollhaus unterzustellen und wenn irgendwie möglich ... wieder betriebsfähig zu machen oder falls nicht wenigstens vor dem Verrotten zu Retten.
Deswegen wir brauchen jede helfende Hand.
Schau doch mal herein auf http://ig-nassauische-kleinbahn.npage.de/ vieleicht hast auch du Interesse dieses gewagte Projekt mit in angriff zu nehmen.

grüsse, M.Lappas


verdennis 

Moderator

Besser Selfkant oder Selketal...

Hallo,

danke für den interessanten Link auf das interessante Vorhaben und den Mut, es hier öffentlich kundzutun.

In der Tat ist die Lok viel zu schade, um ihre historische Substanz auf einem Denkmalsockel verrotten zu sehen. Zumindest ein Schutzdach wäre wünschenswert. Als Blickfang auf einem Denkmalsockel könnte als Ersatz auch irgendeine historisch wertlose Dampfspeicherlok stehen oder eine witterungsbeständigere Skulptur. Dies zieht zwar weniger Eisenbahnfans an, allerdings lassen die sowieso kein Geld vor Ort, wenn sie Lok aufsuchen, fotografieren und dann weiterfahren.

Andererseits finde ich den farblichen Erhaltungszustand der Lok insgesamt befriedigend, und erst recht würde die verbliebene historische Substanz zerstört werden, wenn die Lok gar betriebsfähig aufgearbeitet werden würde! Denn wahrscheinlich müsste sie dazu größtenteils erneuert werden, so dass sie anschließend eigentlich nur noch eine Kopie ihrer selbst wäre...

Trotz der Einsicht, erst mal kleine Brötchen zu backen, steht Euer Wunsch, eine neue Meterspur-Museumsbahn ins Leben zu rufen, bei dem Vorhaben offenbar im Vordergrund. Der zur Reaktivierung angedachte, kurvig durch ein Waldgebiet verlaufende Streckenabschnitt (s. alte Karte hier: http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa...iG02b5vfQY_Lsx3) besitzt womöglich einen gewissen landschaftlichen Reiz, liegt jedoch schon zu weit weg vom touristisch entwickelten Rheintal. Obendrein kreuzte die Bahn hier insgesamt dreimal die heutige Bundesstraße 274 niveaugleich - aussichtslos, sowas heutzutage wieder genehmigt zu bekommen. Von den früheren Bahnhöfen in Zollhaus und Allendorf ist auch wenig bis nichts geblieben, die früheren Flächen sind überbaut. Obendrein gibt es außer der Dampflok, die vom Lebenslauf her eigentlich besser in ihre frühere Heimat Selters-Hachenburg gehört, wahrscheinlich sonst keine Fahrzeuge der Nassauischen Kleinbahn mehr, mit denen man Betrieb durchführen könnte.

Touristisch sinnvoller wäre da ein Ausbau der Trasse als Radwander- oder Spazierweg. Ist machbarer und für die Naherholung und den Nahtourismus sinnvoller als ein weiteres ambitioniertes Museumsbahnvorhaben. Andere frühere Streckenteile der NKAG sind m. W. schon entsprechend hergerichtet. Für Museumsbahnwillige gibt es auf der brach liegenden Aartalbahn nebenan oder ein paar Kilometer weiter bei der Brohltalbahn sicherlich genug ähnliche Betätigungsfelder.

Um die Dampflok wieder restauriert oder gar betriebsfähig zu sehen, böte sich eine Abgabe an die Selfkantbahn bei Aachen an: Dort wird die Schmalspurgeschichte diverser rheinnaher Meterspurbahnen ähnlich der NKAG bewahrt, und dort fehlt eigentlich noch eine "Schmalspur-T3". Bereits in den 70er Jahren stand die Lok in Schierwaldenrath und wurde angearbeitet, doch leider hatte der private Eigentümer dann andere Pläne. Aus diesen wurde nichts, und so landete die Lok eher zufällig als Denkmal in Nastätten. Im Selfkant wäre sie heute wahrscheinlich längst wieder betriebsfähig, und noch heute bedauern die Kollegen dort den Weggang der Lok damals.

Alternativ würde die Lok auch gut in den Harz passen, ist sie doch nahzu exakt baugleich mit den Ursprungsloks der Selketalbahn, von denen eine noch als 99 5811 zur Deutschen Reichsbahn gelangte. Als eine Art 99 5811'' hergerichtet könnte die Lok dort einen wichtigen Typen-Stellvertretercharakter entfalten, denn auch im Harz gibt es sonst keine "Schmalspur-T3" aus der Zeit um 1900 mehr.

Ich denke, keine der beiden genannten Institutionen hätte ein Problem damit, die Lok mal zu besonderen Anlässen als Schaustück nach Nastätten (oder Herschbach) zurückzuverleihen. Vernunftslösungen lägen im Falle des Erhalts dieser Lok so nahe wie nur irgend möglich, doch dazu müsste folgendes gravierendes Hindernis überwunden werden: das eigene Kirchturmdenken!

Bleibt zu hoffen, dass sich für die Lok verschiedene Perspektiven abzeichnen und auch andere diese Zeilen lesen.

Schöne Grüße,

Dennis.


harfe 

Re: Denkmallok der NKAG


Oh weh, Dennis - nicht schon wieder!

Lass die Interessengruppe doch erst einmal Erfahrungen sammeln - vielleicht entwickelt sich daraus ja die Einsicht, ein Projekt anders, gar nicht oder mit Volldampf anzugehen.
Urteile und Ratschläge aus der Ferne kommen nicht immer gut an!

_______________

... das machen wir pur!


TSD 
Re: Denkmallok der NKAG

Was dabei herauskommen kann, wenn mehr "gemacht" als "gedacht" wird, sieht man ja am "Bunker"....

Gruß
Thorsten

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