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Forum für Klein- und Privatbahnen

Bericht über den 1. Mai in der Kreiszeitung
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04.05.09 12:27
Bernd_Furch 

Bericht über den 1. Mai in der Kreiszeitung

Vom Schadensfall zum Glücksfall
40 Jahre Museumsstrecke Flecken-Asendorf: Jubiläumsfest auf dem neu gestalteten Bahnhofsgelände

02.05.2009 · Von Andreas Hapke
ASENDORF Dass die Schmalspurstrecke der Museumseisenbahn von Bruchhausen-Vilsen nach Asendorf in diesen Tagen ihren 40. Geburtstag feiert, ist dem Asendorfer Bahnhof nicht anzusehen. Rechtzeitig zum gestrigen Jubiläumsfest sind die Umbauarbeiten fertig geworden. "Wir sind dem Ursprungsbahnhof näher gekommen", stellte Insa Drechsler-Konukiewitz fest, die Vorsitzende des Deutschen Eisenbahn-Vereins (DEV).

Gemeinsam mit geladenen Gästen war sie im Triebwagen T41 (Spitzname "Maus") vom Heiligenberg nach Asendorf gekommen. Diesen Streckenabschnitt gibt es erst, seitdem die Überlegungen zum Ausbau der Bundesstraße 6 im Jahr 1969 ad acta gelegt wurden. In der Folge entwickelte sich Asendorf zu einer Gemeinde mit hohem Bekanntheitsgrad. "In den Fahrplänen der 300 ICE-Züge der Deutschen Bahn ist im Dreieck Bremen-Osnabrück-Hannover außer den angeschlossenen Bahnhöfen nur Asendorf aufgeführt", erklärte Insa Drechsler-Konukiewitz.

Als Bürgermeister des "deutschlandweit bekannten Bahnhofs" berichtete Wolfgang Heere, dass er die Museumsbahn schon seit 35 Jahren begleite. "Und immer ging es bergauf. Noch vor einigen Jahren war es zum Beispiel undenkbar, dass wir hier auf gemeindeeigenen Boden stehen." Damit meinte Heere den Ankauf des Grundstücks nach dem Brand der Bahnhofsgaststätte.

Aus dem Schadensfall sei durch den Ankauf des Grundstücks ein Glücksfall geworden, ergänzte Fleckendirektor Horst Wiesch als Vertreter des Infrastruktur-Trägers der Museumseisenbahn. Wiesch ließ die Stationen der Bahnhof-Sanierung Revue passieren - von der Grundsatzentscheidung 1991 im Rat über die Verabschiedung der Pläne 1998 und den Planfeststellungsbeschluss 2001 bis hin zur Umgestaltung in den Jahren 2007 und 2008. Letzteres bei klarer Aufgabenverteilung: "Da, wo das Gleis liegt, waren der Flecken und der DEV tätig. Das Übrige hat die Gemeinde Asendorf erledigt." Auf diese Weise erhielt der Bahnhof ein neues Gleis bis zur Bahnhofstraße und ein Abstellgleis zum Rangieren. Der Bahnsteig wurde an die neue Gleislage angepasst.

Der Dank der Vorsitzenden galt allen an der Sanierung beteiligten Helfern - allen voran Regine Meier, die von Hamburg aus die DEV-Mitglieder unermüdlich zu Eigenleistungen antrieb. Der ehemalige Vorstand Theo Wiegmann hatte die Baumaßnahme begleitet und Kontakte zu den Firmen hergestellt.

Die Ankunft des T41 in Asendorf begleitete wie bei der Premiere vor 40 Jahren der Spielmannszug des Schützenvereins. Mit Gerhard Tepelmann (Foto) war sogar ein Mitglied von damals dabei. Eine Ausstellung mit Fotos, Texten und Exponaten zum Asendorfer Bahnhof hatte Hans-Jürgen Wieting in einem Waggon vorbereitet.

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